Axel Klappoth,
Brigitte Proß-Klappoth:


Verborgene Orte
in Berlin


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Baukunst Mitte  
Anatomisches Theater der Tierarzneischule  

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Durch Ehrenhof und Foyer des stattlichen Dreiflügelbaus der ehemaligen Tierarzneischule in der Luisenstraße gelangt man in einen rückwärtigen Park. Hier verbirgt sich das Anatomische Theater, ein 1790 errichtetes, frühklassizistisches Meisterwerk, das Carl Gotthard Langhans dem 200 Jahre älteren Teatro Anatomico in Padua nachempfunden hat. Der villenartige, zweigeschossige Bau mit flacher Kuppel ist das älteste erhaltene akademische Lehrgebäude Berlins und berühmt für seinen kreisrunden Hörsaal. Die dicht gestellten, filigran verzierten Bankreihen, die steil bis unter die Kuppel steigen, gewähren den allseitigen Blick auf den versenkbaren Seziertisch, der unten, im Zentrum des amphitheaterartigen Raumes steht. In DDR-Zeiten und auch noch nach der Wende konnten Besucher sich das despektierlich Trichinentempel genannte Gebäude von Mitarbeitern des Instituts für Fleischhygiene zeigen lassen. Leider hat sich die Hauptstadt solch beschauliche Fremdenführerei abgewöhnt. Aber nach siebenjährigen Sanierungsarbeiten ist das Haus seit Oktober 2012 mit einer Ausstellung zur Bau- und Nutzungsgeschichte zunächst bis April 2013 wieder öffentlich zugänglich. Das frisch aufgeputzte Bauwerk dominiert die historischen Backsteinbauten der Campusanlage und wirkt wie eingesunken in den alten, von Peter Joseph Lenné geschaffenen Gartenpark. Es bleibt zu hoffen, dass es auch außerhalb besonderer Events gelingt, – im Gespräch sind Konzerte und Theateraufführungen – die Türen zu Berlins schönstem Hörsaal offen zu halten.

 

Adresse: Philippstr. 12/13 oder Luisenstr. 56 
10117 Berlin
Verbindung: U 6 Oranienburger Tor; Bus 147, 157
 


Büchertips:

Sabine Bohle-Heintzenberg:  
Architektur und Schönheit. Die Schinkel-Schule in Berlin und Brandenburg.


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Stand: 22. August 2013