Cornelia Schleime
Wimpernschlag
Kerber Verlag 2016

Katalog zur Ausstellung
 Berlinische Galerie, Berlin 
(bis 24. April  2017)


   


Monet 
Licht, Schatten 
und Reflexion

Katalog zur Ausstellung 
in der Fondation Beyeler, 
Riehen/ Basel  
(bis 28. Mai 2017)


 


 
 

         Stadtführer Berlin

                    Berlin Hidden Places  -  Verborgene Orte in Berlin

        Home    Bezirksindex    Sachindex    Personenindex                    Berlin Bibliothek     Literarisches Berlin 

Kreuzberg  
Friedhöfe vor dem Halleschen Tor  

Index

Friedhöfe Hall. Tor

English Theatre Berlin

Stolpersteine

Die Fabrik. Hotel Kreuzberg

Regenbogenfabrik

Riehmers Hofgarten

Sale e Tabacchi

Würgeengel

 

Die Friedhöfe vor dem Halleschen Tor gehen auf einen Armenfriedhof aus dem Jahr 1735 zurück und waren nach mehrfachen Erweiterungen und Verschönerungen die kulturhistorisch bedeutendste Friedhofsanlage auf Westberliner Gebiet. Zu den schönsten künstlerischen Arbeiten gehören zwei Frauenbildnisse des Jugendstils aus der Hand des Bildhauers Ignatz Taschner. Sie schmücken die Grabsteine des Landschaftsmalers Karl Wilhelm Bennewitz von Loefen und seiner Frau, die links vom Eingang Zossener Straße im Winkel zur Baruther Straße in einem durch hohe Erbbegräbnisse abgeteilten Bezirk aufgestellt worden sind. Auf dem Grabstein des Malers ist medaillonartig das Marmorrelief eines Frauenkopfes mit, von einem Stirnband gehaltenen, langem Lockenhaar eingefügt. Der Stein für Emy Bennewitz von Loefen zeigt einen Mädchenkopf, der, halb in ihm geborgen und halb aus ihm hervor wachsend, durch die stille Schönheit seines Gesichts bezaubert. Nur wenige Schritte entfernt steht das goldgerandete, schwarze Gußeisenkreuz für Henriette Herz und gerade außerhalb des Gevierts liegt, neben dem ihres Mannes das Grab Rahel Varnhagens, beide getaufte Jüdinnen und große Gestalten der Berliner Salonszene des 18. und 19. Jahrhunderts. Wiederum nur wenige Schritte weiter, liegen, vom Eingang Zossener Straße kommend, links des Hauptweges und kurz vor der mittleren Mauer die Grabstätten des Komponisten Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy, seiner Schwester Fanny Hensel, seiner Eltern und weiterer Familienmitglieder. Das Blumengeschäft neben dem Haupteingang am Mehringdamm verkauft einen fotokopierten Friedhofsplan, auf dem weitere, insgesamt 22 prominente Grabstellen markiert sind, darunter die der Dichter E.T.A. Hoffmann und Adelbert von Chamisso oder der Architekten David Gilly und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff.

 

 

 

Adresse: Mehringdamm 21 10961 Berlin
Tel: +49 030 - 6940 1961
Verbindung: U 6 und U 7 Mehringdamm, Bus 341
Öffnungszeiten: 8-16 Uhr (im Winter), 8-20 Uhr (im Sommer)
 

 

Büchertips:

Heinz Knobloch:
 
Alte und neue Berliner Grabsteine

online bestellen bei

  


Peter Bloch, Sibylle Einholz, Jutta von Simson:  
Ethos und Pathos

online bestellen bei
 

 
Nächster

Kunst- und Kultur-Stadtführer-Berlin: 
www.berlin-hidden-places.de  © 2000 - 2009 Axel Klappoth / Brigitte Pross-Klappoth / yuba edtion. Alle Rechte vorbehalten.
Copyright Fotos © Brigitte Proß-Klappoth / Berlin
Stand: 11. Januar 2011