Bauhaus und
die Fotografie
Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst
Kerber Verlag 2019

Katalog zur Ausstellung :
NRW Forum Düsseldorf (bis 10.3.2019
und im Museum für Fotografie Berlin
( vom 12.4. bis 25.8 2019)

bei
 
Museum Global
Mikrogeschichten einer ex-zentrischen Moderne
Wienand Verlg 2018
Katalog  zur Ausstellung
in der Kunstsammlung NRW K20
Düsseldorf (bis10.03.2019)
 
bei



 


Welcome
to Jerusalem

Wienand Verlag 2017


Katalog zur Ausstellung im Jüdischen Museum
,
Berlin
(bis 30.04.2019)
 
bei


   
 

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Der verlassene Raum - Denkmal für das Wirken jüdischer Bürger in Berlin  

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Auf dem Koppenplatz wurde 1996 die Bronze-Skulptur Der verlassene Raum des Künstlers Karl Biedermann aufgestellt. Er war als Sieger aus einem Denkmal-Wettbewerb zum 50. Jahrestag der Pogromnacht hervor gegangen, der 1988 noch vom Ostberliner Magistrat ausgeschrieben worden war. Ein lederbezogener Tisch und zwei passende Stühle, einer davon umgeworfen, sind täuschend echt gearbeitet und nur wenig, aber doch beunruhigend größer als wirkliche Möbel. Erst aus der Nähe ist das bronzene Material der Plastik erkennbar. Die gröbere Bodenplatte stellt ein Parkettfußboden dar, den ein Fries mit Versen aus einer 1947 erschienenen Gedichtsammlung der Nobelpreisträgerin Nelly Sachs einrahmt:
"... O die Wohnungen des Todes, / Einladend hergerichtet / Für den Wirt des Hauses, der sonst Gast war - / O ihr Finger, / Die Eingangsschwelle legend / Wie ein Messer zwischen Leben und Tod - // O ihr Schornsteine, / O ihr Finger, / Und Israels Leib im Rauch durch die Luft! Nelly Sachs (10. Dezember 1891 Berlin - 12. Mai 1970 Stockholm)". Im Hinterhof des Hauses Koppenplatz 6 gibt es weitere Kunstspuren, die auf die Vernichtung jüdischer Menschen aufmerksam machen. Die Worte "Vergessen ist Verbannung. Erinnerung ist Erlösung" des jüdischen Mystikers Baal Schem Tow sind an einer Brandwand angebracht, deren ganze Fläche als Seite eines Buchhaltungsjournals gestaltet wurde. Sie führt, stammbaumartig, die Namen der ermordeten jüdischen Hausbesitzerin und ihrer Angehörigen auf. Unter ihnen ist auch eine Nichte, die dem Massenmord entgangen ist und von der die Inhaber der Galerie sphn das Haus gekauft haben. Sie selbst realisierten das Erinnerungswerk. Es kann während der Öffnungszeiten der Galerie betrachtet werden. 

 

 

 

Adresse: Koppenplatz  10115 Berlin
Verbindung: U8, Bus 240 Rosenthaler Platz
 

Büchertips:




Andreas Kraft:  
"nur eine Stimme, ein Seufzer"
Die Identität der Dichterin Nelly Sachs
und der Holocaust


 

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Stand: 05. März 2017