Axel Klappoth,
Brigitte Proß-Klappoth:


Verborgene Orte
in Berlin


das Buch

 


 

         Stadtführer Berlin

                    Berlin Hidden Places  -  Verborgene Orte in Berlin

        Home    Bezirksindex    Sachindex    Personenindex                    Berlin Bibliothek     Literarisches Berlin 

Denkmale 
und 
Skulpturen
Neukölln  
Comenius-Garten  

Index

Friedhöfe Hall. Tor

Stolpersteine

Sale e Tabacchi

Der verlassene Raum

Gärten Luisenst. Kanal

Comenius-Garten

Russische Friedhofsk. 

R.-Luxemburg-Denkmal

Beton-Cadillacs 

Schöneb. Südgelände 

Schildhornsäule

Friedhof Heerstraße

Kleist - Grab
Bücherdenkmale
Gipsformerei


 

Johann Amos Comenius (1592-1670) ist Namens- und Ideengeber des kleinen Themengartens im Böhmischen Dorf in Neukölln. Die gärtnerischen Schöpfungen folgen Zitaten aus dem Werk des böhmischen Pädagogen und können als naturpoetische Annäherungen an die Aufgaben verstanden werden, die sich dem Menschen in seinen verschiedenen Lebensaltern stellen. Im westlichen Teil stellen Veilchenbeet, Wiesenteppich, Irrgarten oder Lebensquell solche Übertragungen für das Grundschulalter dar. Zauberhafte Wasserkompositionen und rätselvolle Pflanzenbilder sind hier entstanden. An die Gartenlaube mit der Qualität eines Seelenparadieses schließt sich eine stärker figürlich bestimmte Partie an. Neben dem Standbild des Gelehrten treten seine pädagogischen Werkzeuge auf: eine Bühne für die „Schule als Spiel“ und eine Galerie an der nördlichen Begrenzungsmauer für eine „Welt in Bildern“. In Reihen gepflanzte Obstbäume kennzeichnen zur Richardstraße hin den letzten Erziehungszyklus, den Akademiebereich. Zu beiden Seiten des Gartens setzen sich die Lebenszyklen in den Einrichtungen des böhmischen Dorfes fort. Ihr Beginn ist der Walnuss-Lebensbaum am Karl-Marx-Platz, ihr Ende der böhmische Gottesacker in der Kirchhofstraße. Seit der Eröffnung des Gartens, 1995, haben sich die Baumkronen geschlossen und die Obstbäume und Beerensträucher tragen Früchte. Der umzäunte Garten ist in die philosophische Idee hineingewachsen, die „Baumhallen des Lebens“ sind entstanden und die wissenschaftlichen Gartenbetreuer sind Gärtner und Pädagogen geworden. Längst haben sich den alten Böhmischen Glaubensflüchtlingen neue Flüchtlingsgruppen zugesellt. Orient und Okzident, Alte und Junge, Suchende und Erntende begegnen sich hier. Ein etwas versteckter Klingelknopf am Gartentor in der Richardstraße gewährt Eintritt in den Garten. Nachts oder wenn kein Betreuer da ist, bleibt er verschlossen. Einzelne und Gruppen, die genaueres über Geist und Gestaltung des Comenius-Gartens erfahren wollen, können telefonisch Gespräche und Führungen vereinbaren.

                   

 

 

     

Adresse: Richardstr. 35  12043 Berlin
Tel: +49 030 - 686 61 06  Fax: +49 030 - 682 37 303
Verbindung: U 7 Karl-Marx-Straße
Öffnungszeiten: flexible Öffnungszeiten, telefonisch zu erfragen
E-Mail: comenius-garten@t-online.de
 
 

Büchertips:

Katja Bödeker und Carmen Hammer (Hg.):
 
Wunderforschung - Ein Experiment
von Kindern, Wissenschaftlern und Künstlern



online bestellen bei

 
Nächster

Kunst- und Kultur-Stadtführer-Berlin: 
www.berlin-hidden-places.de  © 2000 - 2009 Axel Klappoth / Brigitte Pross-Klappoth / yuba edtion. Alle Rechte vorbehalten.
Copyright Fotos © Brigitte Proß-Klappoth / Berlin
Stand: 11. Januar 2011